INSTANT SOUNDTRACK PROJECT

Das Instant Soundtracking Project, kurz ISP,
hat es sich zur Aufgabe gemacht, die frühen Bildvisionen unseres
Jahrhunderts mittels einer modernen Musikperformance zu einem hochaktuellen
Spiegel unserer Zeit werden zu lassen.
Ironische Verfremdungen werden dabei kontrastiert mit romantischer
Hingabe. Lässig virtuos spielt das ISP mit einer Vielzahl von musikalischen
Stilen und entführt in die assoziative Welt der Filmbilder. ISP bildet
die Brücke zwischen visueller Wahrnehmung und emotionalem Inhalt
der Bilder.
Instant
soundtracking bedeutet für die drei Musiker: Spontane Reaktion
auf die Bilder - der Musiker ist in der gleichen Situation und in der
gleichen Spannung wie der Zuschauer. Freiheit und Struktur durchdringen
sich dabei permanent. Es werden Freiräume für spielerische Elemente
und spontane Reaktionen gelassen und gleichzeitig permanent Strukturen
geschaffen: Einmal etablierte Leitmotive werden konsequent im Film weitergeführt
und lassen so eine Komposition entstehen. Aus der Stille werden unterschiedlichste
Klangfarben entwickelt - vom meditativen Holzflötensolo bis zu bombastischen
Opernklängen, vom Techno- und Hip Hop- Groove zu barocken Kadenzen.
Vom Windhauch eines Saxophons bis zu extatischen Explosionen der Samplesounds
und perkussiven Clustern.
I S P trat auf:
- in New York: u.a. Knitting Factory, Birdland, Danny Kay Playhouse
- in Washington: Union Station
- Jazzfestival Rottweil und Worms
- Horizonte-Festival Waldshut
- 3 Premieren auf dem Zelt-Musik-Festival Freiburg
- Badischer Kultursommer Emmendingen
- diverse Kinos, Jazzclubs und städtische Kulturveranstaltungen
- in Firmen und Werkshallen (u.a. Mercedes /New York City)
- Jazzfestival Herrenberg
Die Filme
METROPOLIS
Stummfilm von Fritz Lang, 1927
- ein Unternehmen der Superlative: 40.000 Komparsen - 5 000 m Film -
10 Mio. Goldmark - Premierenplatz 80 Goldmark.
Wenn wir die plastische Photogenie der Story vorziehen, wird Metropolis
uns als das herrlichste Bilderbuch begeistern. Eine begeisternde Symphonie
der Bewegung! Durch ein Wunder verwandeln Physik und Chemie sich in Rhythmik.
Kein einziger statischer Moment! Luis Bunuel, 1927
Metropolis ist mehr als Kino - Metropolis ist visueller Rhythmus.
THE
PHANTOM OF THE OPERA
von Lon Chaney, 1925
Das Phantom - eine entstellte Gestalt, die im Labyrinth der Pariser Opéra
umherschleicht und die Geschicke einer bildschönen Protegée
lenkt. Mit diesem Stummfilm gelang Lon Chaney, dem Mann mit den
1000 Gesichtern, der internationale Durchbruch, und der Roman von
Gaston Lerouxs (1911) erwarb den Rang anderer großer Klassiker (Dracula,
Frankenstein ...). Die Szene, in der Chaney die Maske abstreift, zählt
zu den größten Momenten der Filmgeschichte (das damalige Publikum
fiel reihenweise in Ohnmacht!). Für alle, die Andrew Lloyd Webbers
Musicalfassung kennen, ist dieser Film ein Muß, da es das Musical
ohne ihn wohl nicht gäbe.
CITY
LIGHTS und MODERN TIMES
1931 und 1936 von Charlie Chaplin
sind 2 Filmklassiker, die das große Thema unseres Jahrhunderts
auf eine grotesk-charmant-humorvolle Weise zur Darstellung bringen: Rationalisierung,
Mechanisierung und die daraus resultierenden Mensch-Technik-Probleme,
bei denen der Mensch zum Werkzeug und Versuchsobjekt verkommt. Der Traum
vom besseren Leben als Hoffnung bleibt. Bei Chaplins Fil-men purzelt die
Inspiration für die Kommentierung durch die Musik fast automatisch
aus den stummen Szenen.
CD
ISP live: ZMF- Freiburg, Knitting Factory - New York,
Waldsee-Freiburg, (Sommer ´98)
Hörprobe: Geburt
eines Roboters als MP3-Download
Musiker:
Werner Englert
Saxophon, Flöte, Stimme
JOHANNES
MÖSSINGER
Piano, Keyboards, Trompete, Vocals
Freischaffender Jazzpianist, Studien bei Prof. Knieper (MHS Karlsruhe,
klassische Musik), Swiss Jazz School (Bern) und Roberto di Glora (München).
Als Profimusiker arbeitet er sowohl in vielen Jazzformationen - vom Duo
bis zur Bigband. Viele CD-Einspielungen mit seinem "NEW YORK TRIO",
das immer wieder mit Topmusikern aus USA und anderen Teilen der Welt besetzt
ist (u.a. Joe Lovano ts). Zusätzlich zur Konzerttätigkeit ist
er als Komponist aktiv.
RO KUIJPERS
Percussion, Drum, Soundobjects, Vocalpercussion
Ro stammt aus Amsterdam /NL und ist seit 1976 professioneller Percussionist.
Er arbeitete von 1976 bis 1981 in USA, mit Jango Edwards & in Jazzbands.
In Europa & Lateinamerika spielte er vor allem in Salsa-bands. Gastmusiker
und Komponist für Bühnenmusik undBallette (u.a. Gilgamesh,
La Strada) im Freiburger Stadttheater.
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