ENGLERT WERNER   Musician, Composer, Teacher

Vortrag/Lehrveranstaltung:
Didaktische Grundgedanken zur Vermittlung der Popularmusik

Impulse aus dem Gastvortrag an der POPAKADEMIE Mannheim

Didaktik kommt von "didaskalien" = Regieanweisungen für antike griechische Dramen. In unserem Fall: Wie setze ich das Phänomen Musik in Szene? Musik ist dabei als ein ästhetisches Phänomen zu betrachten (kultur- und spartenübergreifend) – ohne Kunstanspruch! Musik ist a priori keine Kunst, aber offen für Kunst!

Im „inszenierten Erscheinen lassen“ von Musik treffen sich Mensch und Musik. Dies ist ein Zentrum musikdidaktischen Denkens! Es soll vor allem die ästhetische Dimension der Musik bestmöglich erfahrbar gemacht werden – ästhetische Aufmerksamkeit und Achtsamkeit soll gefördert werden.  

("Diskussion Musikpädagogik" S. 128 ff, Christoph Khittl – PH Heidelberg)

 Die Bildende Kunst versteht sich schon lange als fester Bestandteil ästhetischer Bildung, die Lehren über Kunst werden mit praktischer ästhetischer Bildung verknüpft. Dort steht das Tun am Anfang. Dies könnte ein Modell für die Musik sein: schrittweise Annäherung und Differenzierung der Sprache Musik über die Fragestellung, Wie funktioniert diese "Sprache Musik"? Dies in einem permanenten Wechselspiel von Aktion und Reaktion, praktischem Tun und Reflexion.

Grundlegende Fragen die es zu stellen gilt (Werner Englert): Was haben alle Musiken dieser Welt gemeinsam, was verbindet sie? (Puls? Spannung-Entspannung? Konsonanz-Dissonanz? Naturtonreihe als Grundlage? Gestalten von Zeit mit Schall?)

Wie hängen Lebensphänomene wie Puls, Atem, Bewegung, Emotionen, Sprache, Zeitwahrnehmung, Denkprozesse und musikalische Phänomene zusammen?

Was baut worauf auf? Was ist die Keimzelle? Rhythmus-Basics, Skala, Melodie, Harmonik, Formaufbau...

 In der populären Musik funktioniert in der Regel die "musikalische Selbstorganisation" ganz gut. Sie braucht keinen schulischen Musikunterricht im herkömmlichen Sinne! Das autodidaktische Lernen, oder sich gegenseitig Techniken beibringen, könnte umgekehrt Vorbild sein für das schulische Lernen!

("Musikunterricht heute" Nr. 8, 2010, S. 49: Ch. Rolle zitiert Müller/Knolle/Münch)

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